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16. März Budapest Congress & World Trade Center, 20:00 Uhr
Branford Marsalis
Der Saxophonist, geboren 1960 in New Orleans und seit über 20 Jahren lebhaft in New York, Grammy-Preisträger, ist seit langen Jahren einer der führenden Musiker der Jazz-Szene. Er erblickte als ältester Sohn der weltberühmten Musikerfamilie Marsalis das Licht der Welt.
1979-1980 studierte Branford Marsalis an der Musikhochschule Berklee in Boston. 1980 machte er sich in New York als Mitglied von Art Blakey and the Jazz Messengers in der Jazz-Szene einen Namen. Zwei Jahre später schloss er sich dem Ensemble von Wynton Marsalis an, mit dem er bis 1984 auf Tournee war, bzw. Platten einspielte. 1983 erschien seine erste selbstständige LP, die „Scenes in the City“. Ein Jahr später spielte er in einigen Aufnahmen der Platte „Decoy“ von Miles Davis, bzw. im Album „New Faces“ von Dizzy Gillespie mit. 1985 trat er in die Band des Rock-Weltstars Sting ein, mit der er bis Ende der 80er Jahre weltweit auf Tournee ging. So war er 1988 z. B. zum ersten Mal in Ungarn, wo er im Rahmen einer Amnesty-International-Tournee zusammen mit Sting im Népstadion (Volksstadion) auftrat. 1985 machte er sein erstes selbstständiges Album mit klassischer Musik unter dem Titel „Romances for Saxophone“. Dabei hängte er aber seine Karriere als Jazzmusiker nicht an den Nagel, er gastierte u. a. mit der Band von Herbie Hancock in Europa. Er gab sogar unter seinem eigenen Namen Platten heraus, für „I Heard You Twice the First Time“ erhielt er sogar den Grammy. Darüber hinaus komponierte er 1989 und 1990 sogar für zwei Filme des afroamerikanischen Regisseurs Spike Lee Musik: „Do the Right Thing“ und „Mo' Better Blues“. 1994 folgte ein weiterer Grammy für den Titel „Barcelona Mona“, vorgetragen gemeinsam mit dem amerikanischen Pianisten Bruce Hornsby, diesmal in der Kategorie „Instrumental Pop“. Seine eigene Hip-Hop-Band gründete Branford Marsalis 1994, ihre erste CD trug den Namen der Band, nämlich „Buckshot LeFonque“. 1996 brachte er sogar zwei CDs heraus, jene unter dem Titel „Loved Ones“, zusammen mit seinem Vater, die zweite mit dem Titel „The Dark Keys” erschien unter dem eigenen Namen. 1997 erschien seine zweite, bislang letzte, Buckshot LeFonque-CD unter dem Titel „Music Evolution“. Während deren Promotionsreise weilte er erneut in Ungarn, wo er sich jedoch nur mit Journalisten und Studenten der Jazz-Hochschule traf. Im Herbst 1998, kurz vor dem Tod seines Pianisten Kenny Kirkland, kam er wieder nach Budapest und trat in einer geschlossenen Veranstaltung im Lokal Dokk auf. Das hier aufgeführte Material erschien 1999 als CD unter dem Titel „Requiem“. Für seine CD „Contemporary Jazz” bekam er 2001 den Grammy. Im gleichen Jahr gründete er seinen eigenen Plattenverlag namens Marsalis Music/Rounder Records. Bereits 2002 erschienen hier zwei seiner Jazz-CDs, eine Konzert-CD, die er zusammen mit der Familie machte, unter dem Titel „The Marsalis Family – A Jazz Celebration“ sowie die „Footsteps of Our Fathers“, die er mit seiner eigenen Band einspielte. Darauf folgte 2003 „Romare Bearden Revealed“ und 2004 „Eternal“. Von 1998 an beschäftigte sich Branford Marsalis immer mehr mit der klassischen Musik. Anfangs hatte er nur Auftritte mit dem Orpheus Chamber Orchestra, mit dem er 2001 die gemeinsame CD „Creation“ einspielte. |
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29. März Nationales Filmtheater Urania, 20:00 Uhr
Free Style Chamber Orchestra
Das „Free Style Chamber Orchestra“ ist ein Kammerorchester, bestehend aus 20 Musikern, das auf Initiative des Komponisten und Pianisten János Nagy sowie des Flötisten Máté Pálhegyi gegründet wurde. Das Ensemble, wie auch sein Name darauf hinweist, überschreitet während seiner Tätigkeit die Grenzen der Gattungen. Das Streichorchester in traditioneller Aufstellung wird mit einem ebenfalls traditionellen Quartett, bzw. mit „klassischen“ Holzbläsern ergänzt, die ggf. auch auf Instrumenten spielen können, die eher für Jazz-Arrangements typisch sind.
Die Orchestermitglieder wollen u.a. erreichen, dass die zeitgenössische Musik, die Werte vermittelt, nicht nur für eine sehr enge Schicht genießbar ist, sondern dass diese, ähnlich zur Praxis fast jeder Periode der Musikgeschichte, zum Teil des Alltags wird. Beim gemeinsamen Musizieren spielt die Improvisation eine sehr wichtige Rolle. Jene Improvisation, die über das musikalische Erlebnis des gegebenen Augenblicks hinaus auch dem Begriff „Kammermusikkonzert“ eine neue Deutung, einen neuen Sinn gibt. |
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31. März Palast der Künste - Béla Bartók Nationaler Konzertsaal, 19:30 Uhr
Nigel Kennedy Quintet
blue note sessions Mitglieder des Quintetts: Nigel Kennedy / Violine, Adam Kowalewski / Kontrabass, Tomasz Grzegorski / Tenorsaxophon, Paweł Dobrowolski / Trommeln, Piotr Wyle˙zoł / Klavier Nigel Kennedy soll in seiner Kindheit im Schülerheim der Musikschule Menuhin abends unter der decke Jazz gehört haben. Er war der erste Stipendiat von Yehudi Menuhin an der Schule. Kennedy ist in erster Linie als extravaganter Vivaldi-Interpret (seine über zwei Millionen verkauften Vivaldi-CDs stehen im Guinnessbuch der Rekorde) sowie als Virtuose mit phantastischer Spieltechnik bekannt, doch ist er auch dem Jazz nicht untreu geworden. Sein Album „Blue note sessions“ des Jahres 2006 sowie seine damit verbundenen Konzerte zählen als musikalische Sensation des Jahres.
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