[ Alternative - Ethno - Jazz ]
 
  16. Oktober, 19.30 Zeneakad�mia, Kisterem  
Ensemble Modern (Deutschland)
Musikprogramm der Frankfurter Buchmesse -- Schwerpunkt Ungarn
Gy�rgy Kurt�g: Hommage a R. Sch. op. 15d
Gy�rgy Ligeti: Zehn St�cke f�r Bl�serquintett
L�szl� Tihanyi: Schattenspiel
P�ter E�tv�s: Korrespondenz - Szenen f�r Streichquartett
B�la Bart�k: Sonate f�r zwei Klaviere und Schlagzeug

Das 1980 gegr�ndete Ensemble Modern hat Schule gemacht. Die 25k�pfige, aus hervorragenden Solisten bestehende Ensemble aus Frankfurt gab der Besch�ftigung mit der zeitgen�ssischen Musik eine neue Form und neue Perspektiven. Das Wesentliche der neuen Methode: die Mitglieder entscheiden selbst �ber die Ereignisse im Leben des Ensembles, �ber neue Mitglieder, �ber die Dirigenten, �ber die zu spielenden St�cke und �ber die Zusammenarbeit mit den von ihnen gesch�tzten Komponisten. Die Verpflichtung jedes einzelnen Musikers f�r diese Idee, die Originalit�t der Programme, die Offenheit neuen Spielweisen und Techniken, den neuen Formen des Vortrags gegen�ber sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Komponisten und Dirigenten verleiht dem Ensemble ein besonderes Gewicht innerhalb des europ�ischen Musikleben.

  17. Oktober, 19.30 Th�lia Sz�nh�z  
Schlagorchester Amadinda und Robert van Sice (USA)
Iannis Xenakis: Peaux (aus dem Pl�iades-Zyklus)
Peter Klatzow: Dances of Earth and Fire
Gordon Stout: Sedimental Structures (Ungarische Erstauff�hrung)
Thierry De Mey: Musique de Table (Ungarische Erstauff�hrung)
Roshanne Etezady: Feast or Famine (Urauff�hrung)
Jennifer Stasack: Six Elegies Dancing (Ungarische Erstauff�hrung)
Traditionelle balinesische Musik
James Wood: Village Burial with Fire

Der st�ndige Teilnehmer der Herbstfestivals, das Schlagorchester Amadinda, lud zu seinem Konzert einen amerikanischen Gast ein. Robert van Sice ist einer der herausragenden Marimbaspieler unserer Zeit. Auch wenn erst zehn Jahre seit seinem ersten Soloauftritt vergangen sind, trat der K�nstler bereits in allen wichtigen Konzerts�len der Welt von Japan bis Norwegen auf und hielt Meisterkurse in mehr als zwanzig L�ndern. Seit 1997 ist er Direktor der Schlagzeug-Sektion der Yale School of Musik und seit dem vergangenen Jahr Professor f�r Schlagzeug an dem Peabody Conservatory. Diesen Sommer unterrichtete er gemeinsam mit den Mitgliedern des Amadinda am Bart�k Seminar in Szombathely.
(Mit Unterst�tzung des Musikkollegs des Nationalen Kulturfonds)

  20.-21. Oktober, 19.30 P�va utcai zsinag�ga  
P�ter Forg�cs - Tibor Szemz�: DER ABGRUND
Video-Oratorium
Forschung, Schnitt, Regie: P�ter Forg�cs
Musik: Tibor Szemz�
Mitwirkende: Ildik� Fodor und L�szl� K�ringer - Gesang
Istv�n B�lint - Narrator
Dirigent: Tibor Szemz�

"Die Vertonung der Judengesetze der Horthy-�ra, eine der irrationalsten Deformationen der ungarischen Geschichte erscheint auf die irrationalste Weise �berhaupt. Eine Unm�glichkeit (Judengesetze) wird einer anderen Unm�glichkeit (Vertonung) ausgeliefert. Auf paradoxe Weise wird dadurch nicht die Unm�glichkeit potenziert, sondern alles wird auf einmal scharf und genau. Der Abgrund rekonstruiert die Geschichte einer j�dischen Familie. F�r mich handelt es in erster Linie jedoch nicht von den Juden, auch nicht von den ungarischen Juden, sondern von einer Sackgasse der ungarischen Geschichte, der, wahrlich ganz anders, die Juden genauso zum Opfer fielen, wie die Nichtjuden." (Auszug aus L�szl� F. F�ld�nyi Geschichtstherapie im Film)
(Abschlu�konzert der Konzertreihe 1999 der Synagogen-Kette; mit Unterst�tzung des MASZK Vereins - Szeged, der Synagogen-Kette, der Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, des Kulturausschusses der Selbstverwaltung, der Soros Stiftung)

  21. Oktober, 16.00 M�csarnok  

P�ter E�tv�s
foto: Felv�gi Andrea
KUPFERSTICH
Eine Klangschule zu P�ter E�tv�s: Brass. The Metal Space
Demonstration: Brass in the Five
Lehrer: Dr. J�nos Pap



  22. Oktober, 19.30 M�csarnok  
BRASS. THE METAL SPACE
Brass in the Five und Budapest Saxophone Quartett
Ida Gotkovsky: Quatuor (Ungarische Erstauff�hrung)
Gergely Vajda: Rhythm and Brass (Urauff�hrung)
Lucie Robert: Tetraphone (Ungarische Erstauff�hrung)
P�ter E�tv�s: Brass. The Metal Space (Ungarische Erstauff�hrung)
Dirigent: Gergely Vajda
Mitwirkende: Zolt�n Sz�ke - Horn, L�szl� G�z - Posaune, Szabolcs Jo� - Schlagzeug


"Sicherlich haben Sie bei Ihren Konzertbesuchen bemerkt, wie unterschiedlich die Konzerts�le klingen. Sie haben feststellen k�nnen, da� z. B. schnellere Musik in trockenen R�umen, langsamere Musik in den R�umen besser klingt, die l�ngeren Nachhall haben, wie z.B. die Kirchen. Die Akustik des Saales ist ma�gebend bei der Entwicklung des Klanges. [�] Mein 'akustisches Spiel' Brass. The Metal Space m�chte Ihre Aufmerksamkeit auf die Saalakustik lenken, da� Sie nach langem, vielleicht unbewu�tem Zuh�ren nun Ihre Ohren haupts�chlich auf die Raumakustik richten." (P�ter E�tv�s)
(Das Konzert findet in der M�csarnok im Raum der Nicolaus Urban Ausstellung statt)

  26. Oktober, 19.30 Th�lia Sz�nh�z  
UMZE Ensemble
P�ter E�tv�s stellt die ungarische Kammermusik vor: Drei Komponistengenerationen
Musikprogramm der Frankfurter Buchmesse - Schwerpunkt Ungarn (4. Oktober, Zentrum f�r Kunst und Medientechnologie, Kubus, Karlsruhe) auf dem Herbstfestival
Gergely Vajda: Gespr�chige H�nde (Ungarische Erstauff�hrung)
Dirigent: Gergely Vajda
L�szl� Tihanyi: Atte (Ungarische Erstauff�hrung)
Mitwirkende: Csaba Kleny�n - Klarinette, Gy�rgy D�ri - Cello
Dirigent: L�szl� Tihanyi
Gergely Ittz�s: Projektionen
Es spielt der Komponist
L�szl� Dubrovay: Konzert f�r Violine
Mitwirkender: Attila Falvay - Violine
Dirigent: P�ter E�tv�s
P�ter E�tv�s: Windsequenzen
Dirigent: P�ter E�tv�s

Unter dem Namen "Neuer Ungarischer Musikverein" (UMZE) wurde in Ungarn zum dritten Mal ein Ensemble gegr�ndet. Sie stellen sich 1997 auf dem Komponistenwettbewerb des Herbstfestivals vor. Das Ziel ist die Unterst�tzung der zeitgen�ssischen Musik - die Gro�teils selbst zur Musik des vergangenen Jahrhunderts wird - beziehungsweise ein st�ndiger, t�glicher Kontakt mit den kontinuierlich entstehenden Werken. Diesem Gedanken folgt ihre neuartige Konzertprogramm-Philosophie. Der Ehrendirigent des Ensembles ist P�ter E�tv�s, aus dessen Werken sie im Auftrag der Schallplattenfirma BIS im April 1999 eine CD aufgenommen haben. Auf dem diesj�hrigen Herbstfestival erscheint P�ter E�tv�s nicht nur Komponist und Dirigent, er ist auch der Redakteur des Abends.

  27. Oktober, 20.00 B�rka Sz�nh�z  
Budapester Kammeroper
ZSOLT SEREI: MINUTENST�CKE
Oper in einem Akt - Nach den Minutennovellen von Istv�n �rk�ny (Urauff�hrung)


  28. Oktober, 19.30 MTA Kongresszusi Terem  

foto: Felv�gi Andrea
Inauguralkonzert von Gy�rgy Kurt�g
H�LDERLIN-GES�NGE op. 35 f�r eine Baritonstimme (und Instrumente) (Ungarische Erstauff�hrung)
SIGNS, GAMES AND MESSAGES - f�r streichinstrumente (Auswahl f�r Streichtrio) (Ungarische Erstauff�hrung)
P�TER ESTERH�ZY: FANCSIK� �S PINTA op. 40 [Fragmente]
Einf�hrung in die Kunst des Belcanto I.
f�r Solostimme (und Tasteninstrumente)
(Urauff�hrung)
� PAS A PAS - NULLE PART � (poemes de Samuel Beckett) op. 36
f�r eine Baritonstimme, Schlagzeug und Streichtrio
Mitwirkende: Kurt Widmer - Bariton, Mircea Ardeleanu --- Schlagzeug und
Mitglieder des New Orlando Quartet: Hiromi Kikuchi - Violine, Ken Haiki - Bratsche,
Istv�n Metz - Cello
(Ungarische Erstauff�hrung)

"P�ter N�das nannte - neben Pilinszky und Andr�s P�lyi - Gy�rgy Kurt�g einen der wenigen zeitgen�ssischen ungarischen Mystiker. Einen Mystiker - m�glicherweise aber nicht einen, der die Welt jenseits des Menschen erahnt, sondern einen Fanatiker, der in die anders nicht erreichbaren Tiefen der Seele eindringt, einen Fanatiker der unerbittlichen Suche nach Wahrheit. Seine Musik ist unersch�pfliche Autognosie, die durch ihre qualvolle Ehrlichkeit auch uns die M�glichkeit er�ffnet, mit uns selbst konfrontiert zu werden. Kurt�gs Kunst ist unabl�ssige Kommunikation, deren Grunderlebnis die M�glichkeit und die Bedrohung der Sprachf�higkeit ist. Wenn er seine Musik oft auf die Worte der Dichter aufbaut, sucht er einen Halt, von dem er sich lossagen, und zugleich ein Ziel, zu dem er seine Zuh�rer f�hren kann. Dieser Halt war in den letzten Jahren - nach P�ter Bornemisza, Rimma Dalos, Attila J�zsef und Franz Kafka - H�lderlin und Beckett: der im Turm eingesperrte �Verr�ckte' und der aus seiner Muttersprache verbannte Ire. Ein einziger S�nger, einige Instrumente, Fl�stern, Schreie, �de Leere, �berhitzte Erregung. Eine Zeremonie, nach strengen Regeln, mit unendlich bangenden Darstellern. Eine kleine, zerbrechliche Welt, in der alles winzig, gebrechlich und nichtig ist. Doch alles Winzige wird bedrohlich gro�, weitet sich in erschreckendem Ma�e aus, trachtet danach uns zu erw�rgen und zu zertrampeln. Der einzige Ausweg: man mu� es sagen k�nnen, man mu� es singen k�nnen. Man mu� suchen - aber nicht etwas suchen: �Schritt f�r Schritt / nirgends / niemand / wei� wie / kleine Schritte / nirgends / beharrlich.'" (P�ter Hal�sz)
(In Zusammenarbeit mit der Sz�chenyi Akademie der Literatur und der K�nste, mit Unterst�tzung des Musikkollegs des Nationalen Kulturfonds, des Kulturausschusses des St�dteparlaments Budapest und der Editio Musica Budapest)

Budapesti Fesztiv�lk�zpont Kht. 2000.06.25